Wohl eher nicht, sagen die meisten Netzsurfer. Die unermessliche Fülle an Webseiten weltweit erschwert es dem normalen User, seriöse von unseriösen Inhalten zu unterscheiden. Die «Quick and Dirty-Recherchen» mit Google helfen da nicht viel weiter.
Aber es gibt verschiedene Merkmale und Hilfsmittel mit denen man im Web eine «seriöse» Webseite und glaubwürdige Informationen erkennen kann:
- Erster Eindruck der Webseite:
Beispiel: http://www.cyan.de
Kann aber täuschen, diese Webseite ist sehr farbig und bunt. Dahinter steckt die in Deutschland bekannte Grafikdesginerin Daniela Haufe.
Deshalb, die Klärung ob es ein Impressum gibt. In Deutschland neben den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Pflicht bei Webanbieter, die Waren und Dienstleistungen verkaufen. In der Schweiz noch keine Pflicht. Alternativ zum Impressum hilft oft aber auch ein Link zu Wir über uns, About Company XY oder Kontakt weiter. Bei Cyan findet man die gesuchten Infos zum Inhaber unter dem Link FACTS.
Andersrum kann aber auch eine «seriös» gestaltete Webseite in Grunde unwahre Informationen z.B. im Finanzbereich verbreiten. Deshalb wer steckt hinter der Webseite?
- Domain/URL-Adresse:
Wer ist Inhaber der Domain? Ist es eine Hochschule, staatliche Institution, Firma oder Privatperson? Die einzelnen Domains werden in jedem Land von einer zentralen Stelle verwaltet. Nützlich ist hier die Liste aller Top-Level-Domains (TLD) inklusiv Verwaltung von Dr. Horst Jaitner. Liste TLD
Für die Schweiz ist es SWITCH
Für Deutschland ist das DENIC eG.
Für Österreich ist es NIC.AT
Um mit diesen Verzeichnissen den Inhaber einer Domain zu finden, muss man die URL auf ihren Stamm verkürzen
Beispiel: http://www.tu-berlin.de/service/index.html hier sucht man nur mit tu-berlin bei Denic wegen der TLD .de
Ergebnis bei Denic: Die Domain gehört der Technische Universität Berlin
- Hoax-Meldungen:
Ein Hoax ist eine Falschmeldung. Nicht nur auf Webseiten, sondern auch per Email und auch Weblogs verbreiten sich im Netz schnell Gerüchte über Viren, falsche CNN-Berichte oder Aufrufe zur Knochenmarkspende (leider immer wieder ein trauriger Scherz). Um dem etwas gegen zu wirken, gibt es von der TU Berlin ein sehr gutes Verzeichnis für solche «Netzenten»
Link: http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml
Wichtig ist natürlich auch, wie bei jeder Recherche, die gefundenen Infos an einer weiteren Quelle (on- oder offline) zu überprüfen.