Und die Suche wird zum spielerischen Ausprobieren

www.alernia.de bietet eine alternative Methode der webbasierten Informationssuche. Im Wesentlichen besteht diese aus einer Applikation, die mit möglichst viel tastaturbasiertem Komfort in einem einzigen Eingabefeld eine enorme Anzahl von Suchmaschinen, Lexika und anderer Quellen - darunter Menschen - zur freien Auswahl zur Verfügung stellt und dabei zugleich als virtueller Browser und Anonymizer dient.

Es fällt sofort auf: das Menü, das während der Eingabe im Suchfeld aufklappt. Es bietet die Wahl an, in welcher Quelle die gewünschten Begriffe gesucht werden sollen.

Angezeigt werden Google-Suchergebnisse, jedoch etwas anders aufbereitet und dargestellt. Sie enthalten z. B. weniger Bilder- oder Shoppinghinweise, dafür werden auf einer Seite doppelt so viele Ergebnisse wie in der Google-Standardeinstellung angezeigt. Neben Google, lassen sich in «alernia» auch andere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder ixquick direkt ansteuern („Web & Text“ > „Web allgemein per?).

Im Vergleich zu Google sind die Eingabevorschläge spärlich. Dafür merkt sich «alernia» bereits getätigte häufige Eingaben der Vergangenheit und zeigt sie in den Vorschlägen an (letzteres sucht man bei Google oder der deutschen Version von Bing derzeit vergeblich).

Die zahlreichen Funktionen, die «alernia» bietet, verleiten zu spielerischem Ausprobieren. So z. B. die Unteroption „Lexikales > Enzyklopädien > Web (alernia-Modus)“, welche das Internet per se als Lexikon benutzt und manchmal wertvolle Ergänzungen zu dem, was Wikipedia hergibt, bietet (z.B. bei „Französische Revolution“, „Reguläre Ausdrücke“).

Via Option „Intelligenz“ kann man seine Frage im Expertenforum von «alernia» veröffentlichen lassen.

«Alernia» kann benutzt werden wie ein Browser. Dass die Eingabetube im Vordergrund sichtbar bleibt sowie mehrere Menüfenster plötzlich aufklappen, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Gibt man einen Domainnamen in das Suchfeld ein, z.B. („yahoo.de“), werden keine Suchergebnisse, sondern die dazugehörige Webseite selbst angezeigt, ohne dass das Eingabefeld verschwindet. Gibt man den Domainnamen in runde Klammern eingefasst ein, wird die dazugehörige Seite automatisch per Proxy, also anonym, angesurft. Das hat den Nebeneffekt, dass viele gesperrte Youtube-Videos wieder zum Laufen gebracht werden können.

Laut seinem Weblog befindet sich «alernia» noch im Alpha-Stadium, was man dem Projekt auch hier und da auch anmerkt. Es kann dem User jedoch Arbeitsschritte verkürzen und ihn an Informationen gelangen lassen, die sonst nur umständlich oder für den durchschnittlichen Websurfer gar nicht erreichbar wären. Eine Unterstützung weiterer Browser außer Mozilla Firefox und Internet Explorer wäre wünschenswert.

Dieser Artikel wurde uns von einem Gastautor zur Verfügung gestellt.
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