. . . so lautet der Titel eines Artikels im Juni 2005 in der deutschen Fachzeitschrift
Insight. Claus Lochbihler schreibt darin über den «Luxus» mancher Medienverlage eine eigene Abteilung für die Verifikation der Presseartikel zu haben. Genannt werden die Dokumentationsabteilungen u.a von Focus, Spiegel, Stern und Wirtschaftswoche.
Fact Checking kommt ursprünglich aus den USA. Das Magazin «New Yorker» hat eine der renommiertesten Fact Checking Abteilung. Jedes Detail, ob Name, Datum, Ort oder Begebenheit wird genauestens überprüft.
In der Schweiz ist diese Arbeit bei den Medienunternehmen völlig unbekannt. In Deutschland müssen die Abteilungen um ihren Personalbestand kämpfen. Dabei zeigt sich auch in Lochbihlers Artikel, dass hier vielleicht ein Faktenprüfer nicht schlecht gewesen wäre. Ihm ist nämlich ein Patzer passiert. Die stellvertretende Leiterin der Dokumentation von Focus Petra Kerkermeier wurde in Andrea umgetauft. Ein genauer Blick ins
Impressum hätte hier vielleicht schon gereicht. Ob «Fact Checking» wirklich nur Luxus für die Medien ist? Oder entlastet es nicht etwa doch die Redakteure bei ihre Arbeit, zumal auch manche Dokumentationen darüber hinaus ihre Kollegen bei der Recherche unterstützen.
Links:
Facts, Facts, Facts - Quelle: Insight - Juni 2005
Fact Checking oder «Wie man Geschichtenerzählern auf die Schliche kommt»
Beitrag Recherchen Blog vom 3.12.2004